Solaranlage, Uganda
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Photovoltaik in Uganda

Ein wachsendes Netz, hohe Industrietarife und seit 2025 ein staatlicher Verteilnetzbetreiber: großes Potenzial für Eigenverbrauchsanlagen und Solarparks unter ERA-Lizenz.

Marktüberblick

Ugandas Erzeugung wird von Wasserkraft am Nil dominiert, und das Land hat derzeit zu Spitzenzeiten Erzeugungsüberschuss. Die Herausforderungen liegen woanders: ein Verteilnetz im Umbau, hohe Verluste, Ausfälle und Industrietarife, die Eigenerzeugung attraktiv machen. Seit April 2025 betreibt die staatliche UEDCL das Verteilnetz, nachdem die Umeme-Konzession ausgelaufen ist.

Solar ergänzt Wasserkraft gut: Sie liefert am meisten in der Trockenzeit, wenn die Stauseen niedrig stehen. Netzgekoppelte Solarparks wie Soroti und Kabulasoke haben gezeigt, dass der Rahmen funktioniert.

Regulierer
ERA (Electricity Regulatory Authority)
Netzbetreiber
UETCL (Übertragung und Einkäufer), UEDCL (Verteilung seit April 2025, zuvor Umeme)
Installierte Leistung
Etwa 2.050 MW gesamt, überwiegend Wasserkraft; Spitzenlast rund 1.200 MW
Einstrahlung
Etwa 1.800 bis 2.100 kWh/m² pro Jahr, sehr gleichmäßig über das Jahr
Rechtsgrundlage
Electricity Act (Cap. 157), ERA-Lizenzverordnungen

Marktsituation

  • Eigenverbrauchsanlagen für Fabriken, Agrarverarbeitung, Krankenhäuser und Hotels, oft mit Speicher
  • Solarparks mit 10 bis 20 MW am 33-kV-Netz unter PPAs mit UETCL
  • Große Off-Grid-Nachfrage: Nur ein Teil der Bevölkerung hat Netzzugang, besonders auf dem Land
  • Übergangsphase nach dem Wechsel von Umeme zu UEDCL; Genehmigungen sollten mit Zeitpuffer geplant werden

Genehmigungen und Netzanschluss

  • Anlagen bis 0,5 MW: Registrierung bei ERA, keine Lizenz
  • Über 0,5 MW: ERA-Erzeugungslizenz; Verkauf ans Netz über PPA mit UETCL
  • Netzanschluss und Unbedenklichkeitsbescheinigung des Verteilnetzbetreibers UEDCL
  • Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (NEMA) für größere Projekte

Was wir hier bauen

  • Dach- und Freiflächenanlagen für den Eigenverbrauch von Industriebetrieben, mit Hybridsteuerung
  • Netzgekoppelte Solarparks im Bereich 5 bis 20 MW
  • Inselanlagen für Farmen, Schulen, Gesundheitszentren und Lodges

Häufige Fragen

Braucht Uganda mehr Solar, wenn es Wasserkraftüberschuss hat?

Ja. Die Nachfrage wächst jährlich zweistellig, die Wasserkraft liefert in Trockenzeiten weniger, und Industriekunden brauchen zuverlässigen, bezahlbaren Strom an ihrem Standort. Eigenverbrauchsanlagen entlasten zudem das Verteilnetz.

Welche Lizenz braucht eine Solaranlage in Uganda?

Bis 0,5 MW genügt eine Registrierung bei ERA. Darüber ist eine ERA-Erzeugungslizenz nötig. Wir erstellen den technischen Teil des Antrags und stimmen uns mit UEDCL und UETCL ab.

Was hat sich mit dem Ende der Umeme-Konzession geändert?

Seit dem 1. April 2025 betreibt die staatliche UEDCL das Verteilnetz. Die technischen Anforderungen sind unverändert, Ansprechpartner und Abläufe aber neu, deshalb planen wir Genehmigungen mit Zeitpuffer.

Regulatorische Details ändern sich. Zahlen und Regeln auf dieser Seite entsprechen unserem Recherchestand von Oktober 2026 und werden für jedes Projekt geprüft.

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